Abstract

Der viel beschworene Trend des zunehmenden Aufgabentransfers an internationale Organisationen hat dazu geführt, dass diese in der akademischen Debatte (wieder) verstärkt als ‚Organisationen‘ betrachtet werden (Benner et al. 2009; Biermann u. Siebenhüner 2009; Brechin u. Ness 2013; Dingwerth et al. 2009; Liese u. Weinlich 2006). Dass internationale Organisationen in jüngerer Zeit in wachsendem Maße Einfluss auf die multilaterale Politikgestaltung ausüben, wird dabei mit Blick auf die Praxis gar nicht bestritten. Theoretisch interessant sind folglich die Bedingungen, unter denen sie Einfluss eigenständig und autonom ausüben können (Hawkins et al. 2006; Hooghe u. Marks 2014) sowie die Frage, wann und wie Prozesse institutioneller Ermächtigung im Zeitverlauf vonstattengehen (Conceição-Heldt 2013a).

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